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6.1.2017 : 16:22 : +0100

Tagungsdokumentation



Prof.Dr.med Dipl.Psych. Karla Misek-Schneider

Ärztin, Psychologin und Professorin an der Fachhochschule Köln, Vita_zum_Download

Vortrag: Chancen und Risiken der Online-Welten von Jugendlichen

Daniel Heinz

Medienpädagoge und Mitarbeiter beim Computerprojekt Köln

Vortrag: Medienpädagogische Möglichkeiten in Schule und Jugendarbeit

Uli Gilles

Medienpädagoge und Fachkraft Jugendschutz im Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises

Bericht und links: Forum 2: "Cyber Mobbing - Auf Wiedersehen Jugendschutz"

Peter Andre

Schüler im Gymnasium Altenforst und Online-Redakteur bei kivi e.V.

Skript: Forum 1: "Über die Faszination von Online-Rollenspielen"

Infostände



In der Pause wurden Informationen und Beratungen angboten von:

Fachstelle Suchtprävention

"Online-Welten" - verdammt und verherrlicht



Rund 70 Teilnehmer waren zu der Fachtagung im Kreishaus gekommen. Kivi-Vorsitzender Allroggen: "Ein Indiz dafür, dass wir ein aktuelles und wichtiges Thema aufgreifen."

Wie verführerisch die neuen Welten sind, die sich mit dem Internet den Menschen auftun, weiß jeder, der einmal "kurz die Mails checken" oder "mal eben etwas googlen" will. Da insbesondere Jugendliche einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit im Internet verbringen, dies zwar viele Chancen, aber eben auch nicht zu vernachlässigende Risiken mit sich bringt, ist es für viele Eltern und Pädagogen von enormer Bedeutung, die Jugendlichen bei ihrer "Reisen" zu unterstützen. Doch einfach ist das nicht. Die Fachtagung "Online-Welten", die kivi und das Kreisjugendamt, Rhein-Sieg-Kreis am 12. Juni im Kreishaus auf die Beine stellten, wollte ihnen genau hierbei helfen.

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Mit Prof. Dr. Karla Misek-Schneider von der Fachhochschule Köln, Daniel Heinz, der im Auftrag des "Spieleratgeber NRW" unterwegs war, und Uli Gilles vom Kreisjugendamt stellte kivi den rund 70 Teilnehmern gleich drei Experten zur Verfügung. Ebenso wichtig war aber auch der Dialog der Teilnehmer untereinander, der im Anschluss an die Vorträge, die Misek-Schneider und Heinz hielten, in drei Dialogforen gepflegt wurde.

Kivi-Chef Hermann Allroggen übernahm die Begrüßung und freute sich dabei sichtlich über die zahlreich erschienenen Interessierten - "ein Indiz dafür, dass wir ein aktuelles und wichtiges Thema aufgreifen". Das verdeutlichte auch Prof. Misek-Schneider, die gleich zu Anfang betonte: "Optimismus, nicht nur Pessimismus, ist angesagt" - und damit der Zweischneidigkeit der neuen Möglichkeiten deutlich Ausdruck verlieh. Sie führte den Zuhörern die nötigen Daten vor die Augen. Nach aktuellen Ergebnissen hätten so zum Beispiel über 80 Prozent der Jugendlichen einen eigenen Internetzugang, Tendenz steigend.

Die Attraktivität der Online-Welten begründete Misek-Schneider damit, dass sie die "essentiellen Bedürfnisse" von Jugendlichen ansprächen. Sie gäben Raum, um mit der eigenen Identität zu experimentieren und Grenzen auszutesten. Dass damit viele Gefahren einhergehen, ließ sie nicht unerwähnt und sprach sogar einige Hilfsmöglichkeiten an.

Um letztere kümmerte sich verstärkt Daniel Heinz. Er erzählte von den medienpädagogischen Möglichkeiten, aber auch von den Schwierigkeiten, vor die die Lehrer und Jugendarbeiter häufig gestellt werden. So fehle es oft an der nötigen Ausrüstung oder Zeit. Selbst in diesem Bereich tätig, wies er die Anwesenden auf zahlreiche Hilfsprogramme hin.

Nach einer kurzen Pause, in der die Schülerfirma KingFoods mit allerlei Leckereien - natürlich gesund! - die Gaumen verwöhnte, ging es in die Dialogforen. Hier verstrickten sich die Teilnehmer in anregende Diskussionen über Cybermobbing und die für Pädagogen besonders schwierige Frage: "Machen Facebook und Co. die Jugendarbeit überflüssig?"

In einem dritten Forum erzählte der Abiturient Peter Andre (bei kivi e.V. auch Online-Redakteur) von seinen eigenen Erfahrungen mit dem wohl berüchtigsten Erscheinungsbild der neuen Online-Welten: den Online-Rollenspielen. Er versuchte Verständnis für die ungeheure Faszination der Spiele zu vermitteln und Lösungsansätze für die Probleme, die mit dem Spielen oft einhergehen, zu finden.

Rund vier Stunden verbrachten die Teilnehmer im Kreishaus Siegburg. Mit Fakten und hoffentlich auch jeder Menge neuer Ideen bestückt gingen sie dann gegen 18 Uhr nach Hause.

 

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