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6.1.2017 : 16:22 : +0100

Tagungsdokumentation



Reinhard Mann, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:

"Die Zielgruppe", Repräsentative Befragung im Rhein-Sieg-Kreis

Gunnar Geuter, Zentrum für Bewegungsförderung Nordrhein-Westfalen (LIGA.NRW):

"Gesundheit fördern, Krankheiten prävenieren - Welche Bedeutung haben körperlich aktive Lebensstile?"

Prof. Dr. Henning Allmer, gesund e.V., Kölner Institut für angewandte Gesundheitswissenschaften:

"Aller Anfang ist schwer - Strategien zur erfolgreichen Verhaltensänderung"

Rosemarie Becker, TV Kaldauen:

Kurz-Entspannung - ganz praktisch (leider kein Material vorhanden)

kivi-Fachtagung "Bewegung im Alter" 2010



Wie wichtig ist Bewegung im Alter und wie viel tut gut? Mit dieser Frage befassten sich am 25.September 2010 die rund 40 Teilnehmer der kivi-Fachtagung "Bewegung im Alter - Der Schlüssel für mehr Lebensqualität" in der Sportschule Hennef. Fachkundige Referenten brachten den Teilnehmern die neuesten wissenschaftlichen Befunde über den Nutzen von Bewegung und die Strategien zur Verhaltensänderung näher.

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So erläuterte Reinhard Mann von der BZgA, nach der Begrüßung durch kivi-Vorsitzenden Hermann Allroggen, die Ergebnisse einer aktuellen Zielgruppenbefragung im Rhein-Sieg-Kreis und unterstrich damit sofort die Problematik: Viele ältere Menschen möchten sich gerne mehr bewegen, kommen jedoch nicht dazu, da oft die antreibende Kraft fehlt. Genau aus diesem Grund waren die 40 Vertreter der Sportvereine, Seniorenvertretungen, Kirchen, Wohlfahrtsverbände und einige private Anbieter zur Fachtagung gekommen.

Gunnar Geuter vom Zentrum für Bewegungsförderung versicherte: "Der hohe Stellenwert körperlich aktiver Lebensstile für die Aufrechterhaltung der Gesundheit und die Vermeidung von chronischen Erkrankungen gilt heute als unumstritten." Kurz: Bewegung im Alter kann Krankheiten verhindern und somit Körper und Seele gut tun. Geuter empfiehlt dafür mindestens fünfmal die Woche eine halbe Stunde Bewegung.

Na klasse, klingt ja so einfach. Doch wer nicht gerade Leistungssportler ist, weiß, wie viel Überwindung es kosten kann, Sport zu treiben. Der "innere Schweinehund", den Prof. Dr. Henning Allmer zitierte, steht da erst mal im Weg. Um ihn zu überlisten, lautet seine Empfehlung, sich eine Sportart auszusuchen, die einem Spaß macht und sich gut in den Alltag integrieren lässt.

Anschließend stellte Rosemarie Becker vom TV Kaldauen in einer praktischen Einführung verschiedene Entspannungsmethoden, etwa Muskelrelaxation nach Jakobsen oder Qigong, vor, deren Elemente sich hervorragend in Bewegungsangebote integrieren lassen. Und Pia Rochulus vom TV Donrath berichtete über ihre Erfahrungen im Sport mit Älteren und darüber, wie wichtig es sei, die älteren Menschen immer wieder zur Teilnahme zu motivieren.

Abschließend präsentierte Annika Sundermeier von kivi e.V. erste Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Projekt "bewegt leben - Mehr vom Leben". Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Etablierung von neuen Angeboten für die Zielgruppe und Strukturveränderungen in der Kommune nur durch langfristige Umsetzung und Vernetzung gelingen kann.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer zur Veranstaltung waren durchweg positiv. Insbesondere die praktischen Beispiele zum Thema Entspannung stießen auf große Resonanz. Allgemein dominierte das Gefühl, viel für sich selbst und die Arbeit mit älteren Menschen dazugelernt zu haben.

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