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6.1.2017 : 16:22 : +0100

Tagungsdokumentation



PD. Dr. Dr. Christine Graf:

Kindheit - heute - Blitzlichter

 

Prof. Dr. Dipl.-Päd. Imke Niebaum:

Jugenalter im Stress

 

8ung in der Schule von Ulrike Waschau (iga)

 

 

 

 

 

 

Podiumsdiskussion "Stress bei Jugendlichen" 2010



Ein Lehrer, ein Schüler, ein Jugendarbeiter und ein Thema, das alle gleichermaßen betrifft: Stress bei Jugendlichen. Am 10. Dezember  2010lud der Verein kivi alle Interessierten zu einer Podiumsdiskussion im Kreishaus zu eben diesem Thema ein. Ab 14:30 Uhr war der Ring frei für das bunt gemischte Podium, zu denen neben den Praktikern auch zwei Wissenschaftlerinnen gehörten, nämlich Prof. Dr. Imke Niebaum von der Fachhochschule für Sozialwesen in Köln und PD. Dr. Dr. Christine Graf der Sporthochschule Köln.

Um allen Teilnehmenden das nötige fachliche Hintergrundwissen zu vermitteln, trug sowohl Niebaum als auch Graf ein informatives Kurzreferat zu den Hintergründen von Stress bei Jugendlichen vor. Anschließend hieß es für die drei Praktiker, ihre Thesen zum Thema zu präsentieren. Auf unterhaltsame Art interviewte Marcelo Peerenboom von der Rhein-Zeitung Neuwied Frank Drüke, Sportlehrer an der Siegburger Hauptschule Am Neuenhof, und Peter Andre, Schüler und Aktionsteamer für kivi e.V., zu ihren Thesen. Auch Diplom-Sozialarbeiter Jürgen Meyer, der mit seiner GUT DRAUF-Tanke wohl zu den bekanntesten Personen im Eitorfer Umfeld zählt, stellte sich den Fragen des stellvertretenden Reaktionsleiters.

Möhrchen gegen Stress?

Gewappnet mit jeder Menge relevanter Fakten ging es schließlich in die Diskussionsphase. Hier kristallisierten sich schnell einige Problemfelder heraus: Welche Zukunft haben die Sportvereine? Gerade durch den Langtag in Schulen kommen immer weniger Jugendliche dazu, Sport zu treiben. Bewegung ist aus gesundheitlicher Sicht, als Stressregulator aber auch als Gemeinschafts- und Erfolgserlebnis für Jugendliche immens wichtig. Ebenfalls wichtig: Wie erreicht man die Eltern? Denn Stress entsteht auch und vor allem zu Hause. GUT DRAUF muss also auch die Eltern erreichen, um auf ganzer Linie erfolgreich zu sein.

Außerdem eine große Herausforderung im Leben Jugendlicher: Der Umgang mit Medien. Denn nur ein bewusster Umgang schützt vorm Ertrinken in der Medienangebotsflut. Hier sind Konzepte gefragt, die Alternativen zum Medienkonsum bieten und für Jugendliche so attraktiv sind, dass sie auch genutzt werden. GUT DRAUF bietet genau hier nach Ansicht sowohl der Wissenschaftlerinnen als auch der Praktikern vielfältige Ansätze und Möglichkeiten.

Die GUT DRAUF Tanke in Eitorf von Jürgen Meyer zum Beispiel hält ein wirkungsvolles Konzept bereit, aber: Kann man mit ein paar ausgegeben Möhren tatsächlich Stress vermeiden? "Natürlich nicht", antwortete Meyer ganz klar, "hier geht es auch weniger um die Möhrchen als um das Gefühl, Aufmerksamkeit zu bekommen und jeden Tag einen sicheren Ort mit nettem Ambiente zu haben. Auf der anderen Seite gewöhnen sich hier Jugendliche so nebenbei an den Genuss von frischem Obst. Das ist für viele nicht selbstverständlich!"

8chtung in der Schule

Ein nettes Ambiente nach GUT DRAUF ist ein ganz wichtiger Punkt zur jugendlichen Stressregulation. Entsprechend gestaltet war auch der Saal im Kreishaus. Die farbenfrohe und schön umgesetzte Ausstellung "8chtung in der Schule" der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga), präsentiert von Ulrike Waschau, konnte somit auch zum positiven Gesamtergebnis der Veranstaltung beitragen. Die Ausstellung ist übrigens für Schulen und Jugendeinrichtungen bei der iga in Dresden kostenfrei erhältlich.

Alles in allem waren die Beteiligten nach der Veranstaltung wohl ein Stückchen besser im Bilde über Stress bei Jugendlichen. Hoffen wir, dass sie mit diesen neu erworbenen Erkenntnissen ihre Aufgaben im Jugendbereich auch meistern können.

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